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Jihad und Linke | |
| April 2002 | kontakt@okf-sued.de |
Demos für und gegen IsraelGemeinsame Sache mit Hamas und "Heiliger Djihad"?20.04.02.- Ganz in der Tradition alter Palästina-Solidarität demonstrieren manche Linke heute gegen Israel. Die Ostermärsche, die eigentlich als Friedensmärsche firmieren, wurden bereits von zahlreichen Palästinensern genutzt um für ihren eigenen Staat zu werben. Ein weiteres Thema war das Eingreifen der USA in den afghanischen Bürgerkrieg, wobei so getan wurde, als sei der Krieg in Afghanistan erst von den USA begonnen worden. Im "Neuen Deutschland" wurde der falsche Eindruck erweckt, die Ostermärsche richteten sich "Gegen Terror und Krieg", doch tatsächlich wendeten sie sich gegen den Krieg gegen den Terrorismus. Schon länger zeichnete sich ab, dass manche Linke keine Skrupel haben die islamischen Faschisten von Kritik zu verschonen. Diese Ignoranz ist auf die Gut-und-Böse-Weltsicht des neu entdeckten Antiimperialismus zurückzuführen. Es ist schon schlimm genug die faschistischen Züge des Islamismus zu ignorieren, aber unerträglich und absolut unappetitlich wird die Angelegenheit, wenn gemeinsame Sache mit Hamas und "heiliger Djihad" gemacht wird. Genauso wie in den Palästinensergebieten scheinen sich die Altlinken, einem autoritären Weltbild verhaftet, nicht zu scheuen Bündnisse mit den Djihadisten einzugehen. Auf einer gemeinsamen Demonstration in Berlin verbrannten Anhänger der Hizbollah und der Hamas israelische Fahnen. Ein Kind wurde in einem Palästinensertuch eingewickelt wie ein toter "Märtyrer" durch die Straße getragen und einem anderen Kind wurde die Attrappe eines Bombengürtels umgelegt. (siehe: FR, 15.4.02, jungle world, 17.4.02) Diese kultisch-religiöse Verherrlichung der Selbstmordattentäter hat Einzug in "linke Demos" gefunden, ebenso wie die unverhohlene Gleichsetzung von Juden/Israel und Nazis. (Bilder hier) Wenn Linke diese Hetze mitmachen, dann ist das eine Form deutscher Reinwaschung und Geschichtsfälschung. Dies ist auch mit dem Elend der Palästinenser, die leider eine verbrecherische Führung haben, nicht zu rechtfertigen. Diese gefährliche Entwicklung, ist nur mit der innerlinken Akzeptanz für Antisemitismus und Antizionismus zu erklären. Gefährlich ist auch, dass der nahöstliche Fanatismus in Form eines gewalttätigen Übergriffs auf eine linke pro-israelische Veranstaltung nach Deutschland durchschlägt. Dies alles sind Erscheinungen eines sich ausweitenden Antisemitismus in Europa. Es muss noch zahlreichen Linken, klar werden, dass nicht nur die bewaffneten "Juden-raus"-Rufer von Berlin als gefährliche Antisemiten angesehen werden müssen, mit denen es im fortschrittlichen Sinne keine gemeinsame Sache geben kann. (Redaktion Marxistische Kritik)
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