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Jihad und Linke | |
| April 2002 | kontakt@okf-sued.de |
Presseerklärung der ATTAC BonnAntisemiten haben in linken Bewegungen nichts zu suchenWir, aktive Mitglieder und SympathisantInnen von attac bonn, verurteilen die Übergriffe palästinafreundlicher linker Demonstranten auf eine Diskussionsveranstaltung in Berlin. In unserem Einsatz für eine andere Welt wollen wir nicht Seite an Seite mit Antisemiten stehen. In Attac gibt es unterschiedliche Positionen zum Nahost-Konflikt, aber wer Kritik an der israelischen Regierungspolitik hat, soll das so benennen und nicht von 'den Juden' sprechen. Anlass für unsere Erklärung ist der Versuch von 20 deutschen und palästinensischen Demonstranten, am 10. April eine israel-solidarische Veranstaltung der Zeitschrift Bahamas, des Berliner Bündnisses gegen IG Farben und der Antideutschen KommunistInnen in Berlin zu stürmen. Die Störer skandierten Parolen wie "Juden raus!" und "Ihr seid schlimmer als die Juden". Es gab einen ernsthaft Verletzten, der stationär behandelt werden mußte, drei Leichtverletzte und erheblichen Sachschaden. Die Veranstaltung musste unter Polizeischutz durchgeführt werden. Nicht zum ersten Mal in dieser Zeit werden Menschen, die sich mit Israel solidarisieren, in Deutschland beschimpft, bedroht und geschlagen. Auf der Palästina-Demonstration palästinensischer und deutscher Linker am 13. April in Berlin war ungehindert der Hitlergruß zu sehen, auf Transparenten war vom Holocaust an den Palästinensern und einem zweiten Auschwitz in Palästina die Rede.
Marina Barré
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