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Gegen die Internationale der Antisemiten – Solidarität mit Israel


In der Nacht zum Donnerstag, den 11. April wurde in Bamberg der Gedenkstein am Synagogenplatz mit roter Farbe angegriffen. Dieser Anschlag reiht sich ein in eine internationale Serie von Anschlägen auf jüdische Einrichtungen. Die antisemitische Internationale führt an der Seite der palästinensischen Märtyrer – allen voran Jassir Arafat – ihren antiimperialistischen Krieg gegen das „jüdische Weltprinzip“ (Bin Laden).

Der Staat Israel, das einzige Refugium für die Opfer des antisemitischen Wahnsinns, wehrt sich verzweifelt gegen die größte Bedrohung seiner Existenz und des Lebens seiner Bürger seit der Gründung des Staates.

Und in Deutschland ist man sich einig: „Das Problem heißt Israel“ (FAZ). Der projektive Irrsinn, die israelische Politik mit der der Nazis gleichzusetzen, durchzieht die Berichterstattung und die Statements der Politik. Das deutsche Bedürfnis, „Rache für Auschwitz“ zu nehmen, verdichtet sich zum Stereotyp „jüdischer Rachsucht“, das im „alttestamentarischen Auge um Auge“ (Spiegel) zum Ausdruck käme. So wird der israelische Ministerpräsident zur „Inkarnation des rechten Bösewichts“ (FR) und zum „Schlächter“ (FAZ) – und Jürgen W. Möllemann sondert seine Bewerbung für den Märtyrertod ab. Der aus Paranoia gespeiste Drang auch die letzten Opfer der Nazi-Barbarei abzustrafen verbindet sich mit dem antizivilisatorischen Reflex der konformistischen Revolte zu jener wildentschlossenen Menschenrechtsrhetorik, die von Befreiung und Gerechtigkeit schwadroniert und immer nur die Verewigung des Unglücks und den Hass auf jede Regung meint, die sich der völkischen Identität entzieht.

Schon immer konnte wer es wollte wissen, dass sich hinter den ganzen pseudo-emanzipativen Phrasen des Antizionismus nichts anderes mühevoll verbirgt als das Ressentiment gegen Individualität, Aufklärung und Zivilisation, das in seiner so traumwandlerischen wie zielsicheren Wahnhaftigkeit den immergleichen Ausdruck findet: rasenden Antisemitismus.

Vom „totalen Krieg“ schreiben die Wiener Kronen-Zeitung und die Süddeutsche. Norbert Blüm spricht ebenso wie der Vatikan von einem „Vernichtungskrieg“. Damit haben sie die Dimension dessen, was sich hinter dem Euphemismus „Nahost-Konflikt“ tatsächlich verbirgt, voll erfasst. Aber eben so, wie Walser-Deutsche überhaupt etwas erfassen: Die modernen Nazis sind in ihren Augen immer jene, die von den tatsächlichen Nazis in Massen ermordet wurden. Galt dies schon in den deutschen Kriegen gegen Serbien, so überschlagen sich die Propagandisten jetzt erst recht, wo es endlich gegen Israel geht. Dass dieser „totale Vernichtungskrieg“ von den Palästinensern in allen Konsequenzen gegen Israel, und das heißt: gegen jeden Juden, wo immer sie ihn erwischen können, geführt wird, leugnen sie, obwohl dieses Ziel noch nicht einmal von seinen Protagonisten geleugnet wird: von Saddam Hussein bis Jassir Arafat (wenn er Arabisch spricht), von Ayatollah Khamenei bis Scheich Jassin. Noch nicht einmal, dass der deregulierte und flexibilisierte Massenmord, der Selbstmordanschlag, wie ihn die Al-Kaida und Al-Aksa-Brigaden eingeführt haben, völlig für sich selbst spricht, nehmen sie noch zur Kenntnis. Das hemmungslose Hinschlachten von Juden, nur weil sie Juden sind, hat sich längst von irgendwelchen Begründungen gelöst und genügt sich selber – wie einst im deutschen Endkampf gegen das Weltjudentum.

Jeder Antifaschist, der es ernst meint, kann der bewaffneten Selbstverteidigung Israels die Solidarität nicht verweigern.


 

Solidarität mit Israel

Gegen Antisemitismus und Antizionismus

Kampf der Intifada