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Globalisierung von unten 
Juli 2001kontakt@okf-sued.de

Vor dem G 8-Gipfel in Genua

Herrschende beschränken Reisefreiheit

Angesichts der zunehmenden Proteste gegen die Folgen der neoliberalen Globalisierung verschärfen die Herrschenden ihre Gangart. Mit enormen Polizeiaufgeboten und Einschränkungen der Reisefreiheit reagiert der EU-Apparat auf die verbreitete Unzufriedenheit, die sich seit Seattle - zuletzt in Göteborg - Luft machte.
Polizeiübergriffe - Schnellurteile
Während die Bewegung in der BRD noch kaum existiert, entwickelt sie sich in anderen Teilen der Welt sehr gut.
Der Klassencharakter der kapitalistischen Gesellschaft ist derzeit nicht Gegenstand der Kritik. Doch die weltweite kapitalistische Ausbeutung und Ungerechtigkeit findet immer stärkere Ablehnung.
Die brutalen Polizeiübergriffe in Göteborg, Schnellurteile gegen Demonstranten, Einschränkungen demokratischer Rechte und Verleumdungen sollen das Wachstum des globalen Widerstands hemmen und die Bewegung domestizieren. Ruhige Demos und Einbindung des Protest in sogenannte zivilgesellschaftliche Dialoge, das wäre im Sinne des politischen Personals der Bourgeoisie (besitzende Klasse).
Während bürgerliche und sozialdemokratische Politiker ansonsten - mit Blick auf die DDR - die Reisefreiheit der sogenannten "freien Welt" loben, stellt sich heraus, dass nur der Tourismus gemeint war. Grenzübergreifende politische Demonstrationen werden behindert und kriminalisiert. Die angebliche bürgerliche Weltoffenheit findet so ihre nationalen Grenzen.
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