Begleittexte zu den Bildern

Übersetzung aus dem Englischen

Bild 1

Das Opfer, der 23jährige Carlo Giuliani. Er lebte in einem besetzten Haus in Genua und arbeitete beim Sozialzentrum Nordost. Er gehörte zu einer Gruppe, die sich  Beast Punks  nannte. Er hatte ein gutes Verhältnis zu seinen Eltern, denen er sagte, er werde nicht zu der Demonstration, sondern zum Strand gehen. Er hatte nur eine geringe Polizeiakte wegen Beleidigung eines Polizeibeamten.

Bild 2

Als die Demonstranten dem Auto nachjagten, stieß es mit einem stählernen Mülleimer zusammen, der am Straßenrand umgestoßen worden war. Zwei Dinge geschahen: Die Demonstranten setzen dem Wagen nach und der Feuerlöscher fiel plötzlich aus dem zerbrochenen Rückfenster. Es ist unwahrscheinlich, dass der Feuerlöscher den Demonstranten gehörte, denn er ist zu schwer um beim Rennen getragen zu werden. Er trug auch offensichtlich eine Inspektionsmarke. Weiterhin fiel er nicht in das Fahrzeug, wie man annehmen müsste, wenn er in das oder an das Fenster geschleudert worden wäre. Im Hintergrund, der Polizist rechts ruft nach Verstärkung, die weniger als dreißig Meter entfernt war. Der andere wartet, er greift die Demonstranten nicht an.

Bild 3

Der Polizist im Hinterteil des Wagens richtet seine Waffe aus dem Fenster heraus. Das sieht der Demonstrant mit dem Sweatshirt. Carlo Guiliani (maskiert, unten rechts) steht bei den anderen Demonstranten, die versuchen ein Stück Bauholz in den Landrover zu zwängen.";

Bild 4

Der mit dem Sweatshirt sieht die Waffe und versucht vom Landrover wegzulaufen. Man seht Carlo Guiliani den Feuerlöscher aufheben, möglicherweise um zu verhindern, dass seine Freunde stolpern. Die Demonstranten im Hintergrund mit dem Holzstück scheinen sich nicht bewusst zu sein, dass der Offizier seine Waffe gezogen hat.

Bild 5

Hier sehen wir, dass der Demonstrant mit dem Sweatshirt auf seine Knie gefallen ist. Die Demonstranten mit dem Holz scheinen gerade fliehen zu wollen - sie haben das Holz aus dem Wagen genommen und haben sich weggedreht. Carlo Giuliani hat nun den Feuerlöscher in der Hand, in der Höhe seines Gesichtes. Er hält ihn nicht um ihn zu schleudern. Er sieht auf und mag gerade den Carabiniere mit der Waffe bemerkt haben.

Bild 6

Erneut, nicht in der Haltung zu schleudern, sondern vor seinem gesicht. Die Waffe ist direkt auf Carlos Stirn gerichtet.

Bild 7

Carlo fällt getroffen zu Boden. Blut fließt aus seinem linken Auge, offenbar die Seite seiner Eintrittswunde. Die Kraft der Kugel hat ihn herumgerissen bevor er fiel. Die Front des Landrovers steht immer noch gegen den Müllbehälter.

Bild 8

Der Fahrer setzt den Wagen über Carlos Beine zurück. Der Carabiniere, der den Schuss abfeuerte bedeckt sein Gesicht geistesgegenwärtig mit seinen Händen.

Bild 9

Der Fahrer des Landriovers schaltet in den Vorwärtsgang und fährt mit den Hinterrädern über Carlos Schenkel. Sie fahren nur ein paar Meter vorwärts, man sieht zahlreiche Carabinieri Nachschub in vollem Kampfgang. Wenn sie doch nur Sekunden nach dem Schuß so nahe beim Landrover waren, weshalb war der Schuß notwendig? Beachten Sie den Carabiniere auf der Linken, der seine Hände im schockiert vor den Helm hält. Ein anderer scheint wie versteinert. Der Offizier, der geschossen hat ist nun hinten im Wagen zu sehen - er scheint eine Skimaske zu tragen, die unter Gasmasken, aber nicht unter Helmen getragen wird. Der Fahrer trägt auch weder eine Maske noch einen Helm.

Bild 10

Demonstranten rennen herbei und versuchen die Wunde in der Augenhöhle zu stillen. Carlo hat schon einen Liter Blut nach außen verloren und es gibt noch mehr innere Blutungen.

Bild 11

Auf dieser Nahaufnahem kann man sehen, dass die eintrittwunde im rechten Auge war und die Austritswunde war offensichtlich hinter der rechten Schläfe, was daraufhindeutet, dass Carlo seinen Kopf nach links von der Waffe wegbewegte als er getroffen wurde.

Bild 12

Entsprechend der berichte, kämpften Polizei und Demonstranten vor und zurück über dem Körper für mehrere Stunden. Während dieser Zeit legt irgendjemand ein Tuch oder einen verband unter Carlos Kopf und zog ihm ein Hemd mit Knöpfen vorne an. Es scheint ein Polizei oder Carabiniere-Hemd zu sein. Was wurde getan um seine Würde zu wahren?

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Nachdem eine Polizeikette vor dem Körper gebildet worden war, kam ein Arzt zu Carlos Körper. Sie zog ihn bis zur Taille aus und entfernte die Skimaske. Die Situation war hoffnungslos.

Bild 14

Polizei und Carabiniere gaffen auf Carlos Körper.

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Die Aufschrift auf dem Hemd, zum Andenken an Carlo (an der Stelle wo er erschossen wurde) lautet: Ich wurde in diesem Viertel geboeren. Heute wurde hier jemand umgebracht.